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Schwerpunktfächer

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Mit der Wahl des Schwerpunktfaches auf Beginn der Tertia setzt der Schüler bzw. die Schülerin einen fachlichen Schwerpunkt und gibt seiner bzw. ihrer Ausbildung ein eigenes Profil. Für die Wahl können besondere individuelle Interessen, aber auch Absichten hinsichtlich des weiteren Ausbildungsweges nach der Matur berücksichtigt werden. Das Schwerpunktfach beansprucht etwa 12 Prozent der gesamten Unterrichtszeit. Es wird während 4 bis 5 Lektionen wöchentlich ab der Tertia besucht.
Der Unterricht im Schwerpunktfach ermöglicht eine intensivere Auseinandersetzung in grösserem zeitlichem Umfang im entsprechenden Fachgebiet. Zudem werden im Unterricht und in der persönlichen Lernarbeit im betreffenden Gebiet anspruchsvollere, schwierigere Themen und Aufgaben behandelt. Bei der Wahl des Schwerpunktfachs sollten deshalb mit Vorteil die eigenen Begabungen und Interessen berücksichtigt werden. Wer sich für ein Fach entscheidet, für das er oder sie besondere Interessen hat und auch gute Fähigkeiten mitbringt, wird die im Gymnasium geforderten hohen Lern- und Leistungsanforderungen lieber, leichter und mit grösserem Erfolg erfüllen.
Auch können für die Wahl des Schwerpunktfachs Erwägungen über Ausbildungs- und Berufsziele nach der Matur ins Spiel kommen, falls solche bereits bestehen. Falls ein Schwerpunktfach gewählt wird, das dem gewünschten späteren Studienfach entspricht, kann dies vor allem in der Anfangsphase den Einstieg ins Studium erleichtern. Die Wahl eines bestimmten Schwerpunktfaches ist aber keine notwendige Voraussetzung für irgend eine spätere Studienrichtung. Jeder Maturitätsabschluss, unabhängig vom gewählten Fächerprofil, eröffnet den Zugang zu allen Studienrichtungen an allen schweizerischen Universitäten, an die ETH und an die pädagogischen Hochschulen.

Sonderfall: Latein und Griechisch
Diese alten Sprachen stellen insofern einen Sonderfall dar, als für verschiedene Fachstudien an den Hochschulen, vor allem in Geisteswissenschaften und Theologie, über den Maturitätsausweis hinaus Kenntnisse in Latein und/oder in Griechisch verlangt werden. Falls Latein und/oder Griechisch nicht als Grundlagen- oder Schwerpunktfach belegt wurden, müssen sie zu Beginn oder während des Studiums nachgeholt und mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Zur Vorbereitung auf diese Prüfung werden an der Universität spezielle Kurse angeboten.

Weitere Informationen zu den Sprachanforderungen der Universität Bern erteilen direkt die Universität, die Studien- und Laufbahnberatung des BIZ Bern-Mittelland oder sie finden sich im Internet.

Der Lateinunterricht beginnt im 8. Schuljahr, der Griechischunterricht im deutschsprachigen Kantonsteil im 10. Schuljahr. Latein wird als Grundlagenfach Dritte Sprache angeboten, Griechisch ist nur Schwerpunktfach. Wer eine Maturität mit beiden Fächern machen möchte, wählt Latein als Grundlagenfach 3. Sprache und Griechisch als Schwerpunktfach.