Das BZL Bildungszentrum Langenthal unterhält eine Bibliothek, die Bibliothek unterhält eine Bibliothekarin, die Bibliothekarin unterhält einen Blog. In diesem finden Sie in mehr oder weniger regelmässigen Abständen Aktuelles zum Zeitgeschehen mit Bezug auf Medien der BZL-Bibliothek. Der erste Beitrag handelt – wie könnte es anders sein – vom LESEN.

Das «Duden Wörterbuch der deutschen Sprache» (nicht google, nicht Wikipedia) schreibt zum Begriff LESEN als erstes: «etwas Geschriebenes mit den Augen und dem Verstand erfassen». Abgesehen davon, dass auch Blinde lesen können, wenn sie mit den Fingerkuppen tastend über die Braille-Erhöhungen fahren, lege ich die grössere Bedeutung gern auf die Worte «und dem Verstand erfassen».

Seit 27 Jahren betreue ich die Bibliothek. Ich musste feststellen, dass das freiwillige Lesen von Büchern drastisch zurückgegangen ist. Es sind Äusserungen von Lernenden, die mich nachdenklich stimmen: «I lise nid, i game lieber». Es mag der Zeitgeist sein, die Fülle von Informationen, die Neuen Medien – wem auch immer man die Schuld an der Leseunlust geben will – es ist ganz einfach schade um den Verstand. Denn Lesen ist mehr als Informationsaufnahme. Es ist sinn- und wertvoll genutzte Zeit, es ist Unterhaltung, es ist Bildung. Und Menander hat gesagt: «Bildung ist ein unentreissbarer Besitz». Mit ihren ausgewiesenen 29’000 Medien besitzt die BZL-Bibliothek einen unschätzbaren Reichtum, der allen Lernenden, Lehrpersonen und Mitarbeitenden kostenlos zur Verfügung steht.

Ich freue mich, wenn Sie meinen Blog weiter verfolgen. WeiterLESEN.